Sonntag, 17. April 2011

Cowboy für einen Tag

Seitdem ich hier in den USA bin und ich mit Leuten vom Land zum Reden komme, habe ich die Angewohnheit immer wieder zu erwähnen wie gerne ich einen Bullen reiten würde, wie bei einem Rodeo. Was aber meinerseits immer wieder nur scherzhaft gemeint war, um das Gespräch etwas anzukurbeln bzw. aufrecht zu erhalten, nahmen Einige ernst. Letzte Woche bekam ich von der Kaari eine Mail, dass sie mich gerne bei ihr zu Hause auf die Ranch einladen würde, so dass ich einen Bullen reiten kann. Die Geschwister Kaari und Stene sind beide in der Heimschule auf der die Sonja Deutsch unterrichtet. Durch Sonja konnte ich beide sowie ihre anderen Schüler der Deutschklasse kennenlernen.

Ich konnte dieses Angebot nicht glauben und fragte mehrmals nach, ob sie dies ernst meine. Ja. In den nächsten Tagen war ich ganz außer Häuschen und verbreitete diese Nachricht an meine Studienkollegen. Was für eine einmalige Möglichkeit! Wo sonst schon kann ich einen echten Bullen reiten? Je näher der Donnerstag kam, desto nervöser und angespannter wurde ich. Einige Studienkollegen erzählten mir Schauergeschichten über Unfälle, die in diesem Sport schon passiert sind. Jedoch konnten diese Geschichten mich von meiner Entscheidung nicht abbringen.


Dann war es soweit, der Donnerstag war gekommen, der Tag, an dem ich herausfinden werde, wer größere Eier hat. Ich oder der Bulle. Meine Sicherheitsausrüstung hatte ich bereits zusammengetragen, welche nur aus meinem Skihelm und meine Fahrradhandschuhe bestand. Warum Fahrradhandschuhe? Nun denn, während meiner Zeit hier ist mir klar geworden, dass die Ausführung einer jeden Aktivität mit dem Tragen von gschmeidigen Fahrradhandschuhen viel besser und professioneller rüber kommt. „Wow, dieser Typ dort drüben, der mit den Handschuhen, der muss ja ein Pro auf dem Longboard sein.“ oder „Wow, siehst du den da drüben mit den Handschuhen? Der auf dem Bullen? Der muss ja schon langjährige Erfahrungen gesammelt haben und ein alter Hase im Rodeo Geschäft sein.“ Um wieder zum Thema zurück zu kehren. Bullen reiten. Mein verknaxtes Knie, was ich mir 2 Tage zuvor bei einem Lauf auf unebenen Wegen auf den Rims zugetragen hatte, war wieder einigermaßen gut geworden und ich war bereit für dieses Abenteuer. Jedoch hatte ich den Fehler gemacht und mir „Bull Riding Accident“ Videos auf YouTube angesehen. Unglaublich wie massiv die Bullen in den Videos waren und was alles mit dem Reiter passieren kann. Der Reiter kann beispielsweise mit seiner Hand im Gurt, der um den Bullen geschnallt ist, stecken bleiben und hinterher geschliffen werden. Ein Anderer wurde vom Bullen übertrampelt. Oder Einer bekam seinen Arm ausgerenkt als der Bull sich im Kreis drehte und sein Arm aber immer noch im Gurt fest hing. Diese Vorbereitung machte mich ziemlich nervös. In den Tagen zuvor hatte ich durch meinen großen Mund erreicht, dass einige meiner Freunde mich begleiten wollten, um mich auf dem Bullen zu sehen. Mein Fanclub bestand aus DJ, Ashley, Bobby, Dave und Marni. Alle kamen mit mir raus zu der Hultgren Familie. Wir hatten einen wunderschönen Tag, jedoch blies der Wind sehr stark.

Wir trafen uns also zusammen auf dem Parkplatz vor Rimview. Sonja holte mich ab und meine Freunde fuhren ihr nach. Es war eine richtige Kolonne mit drei Autos. Die Ranch war in Molt, Montana, eine kleine Stadt gelegen. Dort angekommen stiegen wir aus. Ich bereitete mich vor. Strickte mein Hemd in die Hose und meine Fahrradhandschuhe über meine Hände. An diesem Tag bekam ich das volle Paket. Zuerst ritt ich den noch nicht ganz ausgewachsenen Bullen. Zur Sicherheit trug ich meinen Ski Helm. Meine Freunde vom College, die mich begleiteten , waren sichtlich amüsiert. Ich lies das Ganze auf Video festhalten. Ich saß also auf dem Bullen und dieser fing an herum zu springen. Was für ein Rodeo, im Nachhinein, als ich mir die Videos ansah, realisierte ich, dass der Bulle nur im Kreis herum gerannt ist. Videos können aber nie die Realität so wie man es erlebt hat ganz einfangen. ;)

Danach ging es zur Lasso Station. Herr Hultgren zeigte mir wie man ein Lasso richtig schwingt und wirft. Zuerst trainierte ich an einem Gerüst und dann an einem echten Bullen. Später ließen wir einen Bock aus dem Gehege und versuchten ihn per Lasso einzufangen. Also ich und Bobby liefen dem Bock hinterher mit unseren Lassos hinter her schwingend. Nach einigen erfolglosen Versuchen stieg Stene auf einem Quad und treibte den Bock etwas herum. Dabei versuchte er während der Fahrt den Bock mit einem Lasso einzufangen. Der Bock war aber zu flink. Ich konnte auch nicht mehr laufen, weil mein Knie wieder zu schmerzen begann. Zwei Tage vorher war ich beim Laufen auf den Rims und verknaxte mir dabei mein linkes Knie. Dieses Knie konnte wohl den unebenen Pfad auf den Rims nicht stand halten. Erst als Hank auf dem Quad mit fuhr, konnten sie gemeinsam den Bock per Lasso einfangen. Das war eine witzige Hetzjagd. Als wir den Bock fassen konnten, zeigten mir die Hultgren Töchter wie man einen Bock richtig fesselt. Also beim Geweih packend, mit einem Arm einen Bein des Bock greifend und umwerfen. Dann die Füße zusammen knebeln. Ich machte ein Mascherl. Weiter ging es mit dem Ritt eines Pferdes, was ich aber keinen empfehlen kann. Sobald das Pferd zum Galoppieren anfängt und man selbst auf und ab hüpft, hört der Spaß auf. Definitiv für Männer.

Als krönender Abschluss fuhr ich mit den Hultgren Kindern etwas raus, um schießen zu gehen. Wir schossen in alter Manier auf Dosen. Dabei genossen wir den schönen Sonnenuntergang.










Für die Osterferien ist geplant, dass ich (zum dritten Mal schon) gemeinsam mit D'Jeane, Bobby, Andrew, Carson und Diem nach Moab, Utah fahre. Die Abfahrt ist für den Donnerstag geplant und zurück kommen werden wir wahrscheinlich am Montag abends. Diem hat bereits einen Campingplatz im Canyonland reserviert. Moab befindet sich zwischen dem Arches Nactional Park und dem Canyonland. Bis jetzt besuchte ich nur die Arches und hatte somit noch nicht die Möglichkeit Canyonland zu besuchen. Diem meinte, das Besondere am Canyonland ist, dass man Stunden lang herumwandern kann und selbst dann, man niemals auf andere Leute trifft. Denn Canyonland ist so dermaßen groß, mit unendlich vielen Wegen und Pfaden, dass man einfach nie auf Andere trifft. Anders im Arches National Park, leicht zugänglich und immer voll mit Besuchern (vor allem aus Asien). Diem plant bereits an einer 25 Meilen (ca. 40 km) Wanderung, was einem Marathon gleich kommt. Wird also spannend. Des weiteren ist an diesem Wochenende ein jährlich stattfindendes Rallye, wo Leute mit Geländebuggies im felsigen Canyonland herumfahren. Eine richtige Redneck Veranstaltung. Bin also schon gespannt. Das Wetter dort unten wird ziemlich warm sein, also wie bei uns in Österreich der Hochsommer.

Witzige Begebenheit. Ich habe die Angewohnheit mir ziemlich lange die Zähne zu putzen. Also ich habe eine richtige Prozedur entwickelt, die zwei Durchgänge umfasst. Dafür bin ich auch bei meinen Mitbewohnern bekannt. Heute kam Bjorn herein und sah mich vor dem Spiegel. Wahrscheinlich war mein Gesicht zu einer Grimasse verzogen und etwas Zahnpasta quoll mir aus dem Mund über die Hand. Dabei sagte er: „Wow, Pete, what are you doing? It looks like you are fighting. You against your teeth.“ (übersetzt: „Wow, hey Pete, Was machst du da? Das sieht ja aus als wärst du mitten im Krieg. Du gegen deine Zähne“).



Letzten Samstag sind ich, Ashley und D'Jeane einen Baum hochgeklettert und haben den Sonnenuntergang über den Campus angesehen. War sehr chill. Der Baum war direkt vorm Studentenheim Widenhouse, also wo die ganzen Sophomore wohnen. Lustiger Kommentar von mir: „Three adults, sitting in a tree, everybody with a cup in the hand. I think it is obviously that we are drinking.“ (übersetzt: „Drei Erwachsene, sitzend in einem Baum, jeder mit einem Plastikbecher in der Hand. Ich denke es ist ziemlich offensichtlich, dass wir Trinken“)


Nach dem Sonnenuntergang fuhren wir zu AJ's Haus. Dort hatten wir auf der Terasse ein nettes Feuererchen. (bin drüber sprunga). Dabei grillten wir zwei dicke Steaks, blutig. Die Kohle im Grill fing nicht richtig Feuer bzw. ging immer wieder aus. "If a grill doesn't work in the USA, then we make the grill work.". (übersetzt: wenn in den USA ein Griller nicht funktioniert, daun machen wir ihn funktionierend). Aus diesem Grund holten sie eine Bohrmaschine und bohrten kurzer Hand Luftlöcher in den Griller so dass die Kohle mehr Sauerstoff bekommt. Ein sehr netter Abend mit Feuer und Gitarrenklängen. Wir jammten und improvisierten ein bisschen. Also ich Sang irgendwas daher und improvisierte mit dem Text, was sehr amüsant war.































Das International Food Fest war ein voller Erfolg. Also was meine Schnitzel angeht. Leider konnte ich an diesem Abend nicht anwesend sein, jedoch hörte ich von vielen Seiten, dass meine Schnitzel der Hammer waren. Auch die Weckerln nach Mama-Art haben die Studenten begeistert. Das freut mich ganz besonders, denn ich habe viele, viele Stunden in der Küche verbracht. Besonders für die Schnitzel. Also das ganze Fleisch zu schneiden und flach zu hämmern. Und dann noch in Mehl, Ei und Semmelbrösel tunken. Was für eine Sisyphusarbeit.




Hier ist meine nächstes Design Projekt. Thema. Tattoos. Mein Werk trägt den Titel „Engel zwischen meinen Schulterblättern“.




Tja, das wars mal wieder von mir. Wir sehen uns nach Ostern.

Beste Grüße aus den USA,
Peter

Mittwoch, 13. April 2011

Stadt, Land, Fluss

Tja, jetzt ist schon einige Zeit vergangen seit meinem letzten Blogeintrag. Nicht, dass sich hier nichts mehr tut, ganz im Gegenteil. Ich komme gar nicht mehr dazu meine Erlebnisse nieder zuschreiben.


Race around the Mountain:

Das RMC Ski Racing Team ist Nationaler Champion. Aus diesem Anlass haben einige vom Ski Team ein Rennen um den Berg veranstaltet. Dazu haben wir so viele Freunde und Bekannte eingeladen wie nur möglich, um eine gewisse Teilnehmer Zahl zu erreichen. Die Teilnehmer gruppieren sich in Teams von drei bis vier Leuten, wobei zumindest ein Teammitglied vom weiblichen Geschlecht sein muss. Mein Team setzte sich aus Jaremy Donaldson und seiner Freundin Danille zusammen. Wir waren die „Smokin' Aces“, übersetzt „Die heißen Aße“. In der Nacht zuvor kamen wir zusamen und bemalten schwarze T-Shirt mit einem Herzass hinten drauf und unserem Teamnamen, sodass wir auf der Piste erkannt werden. Hat viel Spaß gemacht.

Worum handelt es sich bei „Race around the Mountain“ nun? Jap, es handelt sich um ein großangelegtes Trinkspiel. Begonnen wird bei der ersten Ski Hütte am Fuße des Berges. Jedes Team muss gemeinsam ein Maß Bier trinken. Danach laufen die Teams zum Ski Lift. Während der Liftfahrt muss jeder Teilnehmer eine Dose Bier trinken. Angekommen skiern alle teams zur nächsten Ski-Hütte auf der Mitte des Berges. Dort bestellt jedes Team ein Maß Bier, was wieder gemeinsam getrunken werden müssen. Dann geht es zum Sessellift neben der Ski Hütte, um an den gipfel des Berges zu kommen. Wieder muss jeder während der Sessellift fahrt eine Dose Bier trinken. Am gipfel angekommen trinkt jeder einen Schnaps. Dann geht es runter vom Berg bishin zur Ski Hütte, wo das Rennen begann. Dort angekommen wird wieder ein Maß Bier bestellt, das getrunken werden muss. Das erste Team gewinnt.



























Ski fahren mit Dr. Richardson in Red Lodge (Freitag, 3. April)

Könnt ihr euch noch an Dr. Richardson oder einfach Lee erinnern? Ich habe ihn und Sebastian, der Deutsche Praktikant, bei einem Symphonie Konzert kennengelernt. Zu dieser Zeit, als Sebastian wieder nach Deutschland zurück flog, versprach ich Lee mit ihm Ski fahren zu gehen. Monate sind seit diesem Versprechen vergangen, immer mir gescheiterten Versuchen einen Termin zu finden, wo beide Zeit haben. Letzten Freitag hat es geklappt. Ich bekam von Sonja, der Deutschlehrerin hier in Billings, die Einladung mit ihrer Deutschklasse in Red Lodge Ski fahren zu gehen. Lee hatte an diesem Tag ebenfalls Zeit. Lee holte mich also ab und wir fuhren nach Red Lodge zum Skigebiet, wo wir dann Sonja und ihre Klasse trafen. Und schon ging es ab zum Gipfel. Einige von Sonja's Schülern hatten sich riesig gefreut mit einem „National Champion in Ski Racing“ die Pisten unsicher zu machen, was mich sehr geehrt hatte. Auch mit Lee bin ich einige Pisten runter gefahren. Unglaublich wie Lee mit seinen 76 Jahren die Pisten runter braust. Wir hatten wunderschönes Wetter, etwas über 10 Grad Celsius, also etwas zu schön, denn der Schnee war ziemlich matschig. Dennoch hatten wir einen wunderschönen Ski Tag. Nachdem das Ski Ressort die Pforten schloss, lud Sonja mich und Lee gemeinsam mit ihrer Deutschklasse zu einer naheliegenden Pizzeria ein. Dort fragte ich Sonja, ob es angemessen wäre, wenn ich mir ein kühles Bier bestellen würde. Kein Problem. Also bestellte ich mir ein Hefeweizen. Die Kellnerin fragte mich nach der Größe, 12 oz(ounces - Unzen) oder 20 oz. Ich hatte keine Ahnung von dieser Einhalt und orderte ein 20 oz Hefeweizen Bier im Glauben, 20oz würden einer Halbe gleich kommen. Lee fragte mich, ob dies ein gutes Bier ist, was ich natürlich mit ja beantwortete. Er bestellte sich dasselbe. Am Tisch sitzend brachte uns die Kellnerin das Bier. Nun weiß ich, dass 20oz fast einem Maß gleich kommt. Lee hat erst große Augen gemacht, als die Kellnerin ihm das große Glas mit Bier vor stellte. Erst mit beiden Händen war Lee in der Lage das Glas hochzuheben um einen Schluck davon zu nehmen. Ich holte ein kleines Weinglas und füllte ihm das Bier in das Weinglas um. Nach zwei Gläschen von diesem Hefeweizen war Lee schon leicht angetrunken. Ich nahm ihm die Schlüssel für sein Auto ab, denn wir stimmten ein, dass ich zurück fahre. In Billings angekommen habe ich Lee nach Hause gebracht und bin dann zu Sonja's Haus rüber gegangen. Denn sie hatte mich noch zu einem Filmabend eingeladen. Insgesamt ein sehr netter Abend.


Meine bisher unscheinbare künstlerische Ader ist am Explodieren:

Seit langem belächelte ich Bilder, Gemälde oder andere Arten von Kunst, der ich nie große Aufmerksamkeit oder Respekt zuspielte. Diese paar Linien auf ein Stück Papier nennt dieser Künstler Kunst? Das kann ich auch. Jedoch nahm ich mir nie die Zeit irgendetwas zu malen. Meine Kreativität stellte ich nie in Frage. Nun hatte ich auf dem Rocky Mountain College diesem Semester die Möglichkeit eine Lehrveranstaltung für Design zu belegen, was ich auch tat. In dieser Klasse lernte ich soweit Prinzipien des Design und deren Elemente, und wie Kunstgemälde zu analysieren und interpretieren sind. Auch hier zieht es mir ein Schmunzeln auf, da diese Prinzipien und Elemente so gut wie in allen Gemälden auf der Welt zu identifizieren sind oder zumindest kann man sagen, dass diese Prinzipien in das Bild Anwendung fanden. Vor ein paar Wochen hab unsere Kunstlehrerin uns die Aufgabe auf ein zum Thema „Träume“ passendes Bild zu malen. An einem Regentag saß ich mich hin, drehte etwas Frank Sinatra auf, goss mir etwas Bier ein und malte bis in die Nacht hinein und länger. So um 3 am Morgen des nächsten Tages war das Werk vollendet. „The Fall of the Gorgeous“ so der Titel. Übersetzt „Der Untergang der Schönheit“. Als Schöpfer kreierte ich ein Meisterstück. So verlockend für das menschliche Auge. Am liebsten würde man niemals die Augen davon lassen. Und ich scherze nicht. Am selben Tag konnte ich meine Augen nicht vom Bild lassen, ich musste es ständig betrachten, da mir mein gelungenes Werk so gut gefiel. Um nicht zu sehr im Eigenlob zu versinken. Zufällig war am Tag der Abgabe auch die Deadline für einen ausgeschriebenen Kunstwettbewerb zum Thema „Träume“. Nach Drängen der Kunstlehrerin reichte ich mein Bild ein. Eine Überraschung war es als ich per Email benachrichtigt wurde, dass ich mit meinem Gemälde unter 300 anderen Einreichungen den ersten Preis gemacht hatte. „Art Theme: 1st - Fall of the Gorgeous, Peter French“. Ja, die Juroren buchstabierten meinen Nachnamen falsch. Hat mich ziemlich geärgert. Deshalb habe ich gleich in der ersten Mail, die ich zurücksendete, auf diesen Umstand hingewiesen. Ende April werden die Preise an die Gewinner vergeben. Mich erwartet ein 100 Dollar Check und eine Erwähnung sowie Abbildung meines Gemäldes im Kunstmagazin „Soliloquy“. Ich hätte mir niemals erträumt, dass ich mit meiner Kunst so einen Start hinlege. Vor allem wenn ich daran denke, dass ich seit der Hauptschule nicht mehr gemalt habe und ich der Kunst im Allgemeinen nie meine ganze Aufmerksamkeit geschenkt habe.


Sonstiges:

Mit meinen Versuchen hier in den USA ein Praktikum zu ergattern sieht es eher mager aus. Die großen Fische wie Google oder IBM gehen mir nicht wirklich ins Netz. Versucher gerade auf lokaler Ebene, also in Billings, ein Praktikum zu bekommen. Sonja ist bei dieser Unternehmung eine sehr große Hilfe und stellt viele ihrer Kontakte mir zur Verfügung.

Während dessen habe ich ein neues Trinkspiel kennengelernt. Ein Trinkspiel für die Oberklasse. The gentlemen's game. Das Spiel wird genannt "Silent Football", "Stilles Football". In diesem Spiel wird mit gehobener Sprache ein Football leise weitergegeben. Mach unendlich viel Spaß und ist ein Spiel wo auch ein gewisses Denkvermögen verlangt wird. Keine Sorge, ich werde dieses Spiel in meiner Sammlung aufnehmen und als Kulturgut nach Österreich mitbringen.

Ich nehme Singunterricht. Das heiß vielmehr bin ich das Abschlussprojekt von Tyler's Klasse. Darum geht es jemanden das Singen beizubringen und alle möglichen Unterrichtsmethoden anzuwenden. Also zwei Fliegen mit einem Schlag. Ich lerne das Singen und er kann seine Arbeit über mich schreiben.

Das Thai Kickboxen geht auch gut vorran. Haben schon einige Bewegungen gelernt und üben diese im Akkordtakt. Was für ein Work-Out. Übrigens mein Work-out hat sich in den letzten 8 Monaten zu einem Umfang von mehr als 3 Stunden entwickelt. 4 bis 5 Mal die Woche. Terminator lässt Grüßen ;)

4 Wochen noch, dann ist dieses Semester um. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ein Wahnsinn. Bin schon am Überlegen wie ich all mein Zeugs, das ich mir in den letzten 8 Monaten zugelegt habe nach Österreich bringen kann. Ich bin mit einem Koffer in die USA gekommen und bräuchte nun 4 Koffer, um alles mit nach Österreich nehmen zu können.

Am kommenden Donnerstag ich habe ich die einzigartige Möglichkeit einen echten Bullen zu reiten. Bull Riding. Werd alles auf Video und Fotos festhalten. Drückt mir die Daumen, dass mir nichts schlimmes passiert. Auf jeden Fall werde ich meinen Skihelm tragen und einen Rückenprotektor.

Über die Osterferien ist ein Trip nach Moab, Utah (schon zum dritten Mal) geplant. Genau genommen werden einige vom Ski Team in Canyonland campieren und eine gute Zeit haben.


Schöne Grüße aus den USA,

Peter Frech


Montag, 28. März 2011

Study abroad: Ein JKU-ler erobert Amerika

Artikel auf der JKU-Study Abroad Website:

Donnerstag, 17. März 2011

National Champion

Eichhörnchen, Ente und Rehwild. Nie im Leben hätte ich daran gedacht, diese Tiere zu verspeisen. Vor allem Ersteres. Schon einige Monate her, verbrachte ich gemeinsam mit Bobby und D'Jeane ein Wochenende auf D'Jeane's Ranch, um Jagen zu gehen. Ausgerüstet mit Gewehren unterschiedlicher Kaliber und Pfeil und Bogen gingen wir auf die Jagd. Es war Jagdsaison auf Rehwild und wir pirschten für Stunden, bewaffnet bis an den Zähnen, durch den Wald in der Hoffnung, dass ein Reh unseren Weg kreuzt. Auf Truthähne hielten wir auch Ausschau und ein Eichhörnchen konnte mit einem abgeschossenen Bein noch rechtzeitig aus der Schusslinie entkommen. Erst am letzten Tag bei der Heimfahrt lugte uns ein Rehwild am Straßenrand entgegen. Gewehr angelegt, Wild anvisiert, Boom und Treffer. Nach einer erfolgreichen Jagd wird üblicherweise ein Festessen mit dem erlegten Wild veranstaltet, genannt „Game Feast“ (Wild Fest). Nun denn, dieses Festessen hatten wir letztes Wochenende in Bobby's Haus. Ein bisschen geschockt war ich als ich fragte ob dieses kleine, geschlachtete Tier, liegend auf einem Brett, denn ein Hühnchen sei und als Antwort zurück bekam: „Nein, das ist ein Eichhörnchen.“. Schmeckt das Einhörnchen wie Hühnchen?, fragte ich. Nein, wie Wild. Zu den Fleischgerichten, gab es gebratene Kartoffelstückchen und Champignon Souce. Dann saßen wir am Tisch, stießen mit Bier an und verteilten die gegrillten Wildtiere. Ich bekam das Bein des Eichhörnchens. Um den amerikanischen Tischmanieren gerecht zu werden, aß ich ausnahmslos alles mit der Hand. Mit der Hand ergriff ich das Bein und fing an daran zu nagen. Das helle Fleisch des Eichhörnchens war sehr zäh und war nur schwer zu kauen. Geschmack könnte ich jetzt gar nicht beschreiben. Nur soviel, es schmeckte nicht nach Hühnchen. Das grau-rötliche Entenfleisch war sehr feine Fasern und war dementsprechend zart. Das Rehwildfleisch war gut durch und hatte eine etwas rötliche Farbe. Jedoch war das riesige Stück gut zu kauen und schmeckte auch ziemlich lecker. Nach dem Essen saßen wir noch gemütlich zusammen bei Bier und Kuchen bis in die Nacht hinein. Ich blieb an diesem Abend bei Wasser und fuhr alle am ende mit D'Jeane's Truck nach Hause.


Am nächsten Tag ging die Amerikanisierung meiner Person weiter. Da der Swing Dance Unterricht vorübergehend nicht stattfindet, haben ich und Laura beschlossen, uns einmal in der Woche im Tanzraum zu treffen und quasi Swing Dance trainieren. Also neue Tanzbewegungen ausprobieren usw. Läuft bisher ganz gut, sogar die Bewegung, wo ich die Tanzpartnerin über meine Schultern werfe. Am Abend ging es mit Tyler, Luke, Becca und Laura ins die Metra Arena, wo an diesem Wochenende das NRA Rodeo Endspiel stattfand. Rodeo ist hier in den USA ein traditioneller Reitsport. Dabei gibt es verschiedene Disziplinen, die in Zeit-Disziplinen und Punkte-Disziplinen unterteilt werden. Beim Rodeo muss sich der Reiter acht Sekunden auf dem Pferd oder Bullen halten, ohne das Tier, sich oder seine Ausrüstung mit seiner freien Hand zu berühren. In diesen 8 Sekunden wird der Reitstil des Reiters und der Schwierigkeitsgrad des Tieres bewertet. Neben dem eigentlichen Rodeo werden auch noch andere Disziplinen durchgeführt wie zum Beispiel, das Tonnenrennen, Rettungsrennen und Kälberfangen. Das Interessante an diesen Disziplinen ist, dass sie auf traditionellen Arbeiten eines Cowboys zurückzuführen sind. Für diesen Abend beim Rodeo habe ich mir ganz was Besonderes überlegt. Nämlich meine Person komplett als Cowboy zu kostümieren. Dazu habe ich mir von Freunden auf dem College, einen Cowboy-Hut, Cowboy-Hemd, Lederjacke (die nach Pferdeexkrementen riechen soll, da es ansonsten keine echte Cowboy-Jacke ist (laut Studienkollegen)) und Bolo Tie (Schnürsenkel-Krawatte, Bolokrawatte) ausgeliehen. Mit zwei Revolvern hätte ich ausgesehen wie ein richtiger Cowboy. Aufgetackelt als Westernheld bin ich mit meinen Freunden zu diesem Rodeo gegangen. Diese ganze Veranstaltung war einfach der Hammer. Anfangs etwas belächelt, aber dann, mitten unter den Leuten sitzend und die ganzen Disziplinen live miterlebend, mit viel Respekt und Spannung verfolgt. Die erste Disziplin der Männer war auf wild umher springenden Pferden Rodeo zu reiten. Die nächste Disziplin war wild weglaufende Kälber mit einem Lasso einzufangen. Später versuchten zwei Cowboys gleichzeitig ein wild weglaufendes Jungstier mit dem Lasso einzufangen. Dann war das Tonnenrennen an der Reihe. Dabei musste der Cowboy mit seinem Pferd so schnell wie möglich drei weit auseinanderliegende Tonnen umreiten. Nach einer Pause und einer Feuer- und Lasso-Show wurde die Veranstaltung mit Stierfangen fortgesetzt. Dabei reitet der Cowboy einen wild weggelaufenden Jungstier mit Hörnern nach, und versucht sich auf das Jungstier zu werfen und dieses paar Muskelkraft zu bändigen. Diese Disziplin hat sehr gefährlich ausgesehen. Vor allem wenn der Cowboy das Stier an den Hörner packend etwas nachgeschliffen wird und trotz alledem versucht das Stier zum Boden zu drücken und den Kopf des Stieres so zu drehen, so dass das Jungstier eine Rolle macht. Ganz am Ende kam die Königsdisziplin, das Bullenreiten. Junge Cowboys, auf wilden wie verrückt herum springenden Stieren. Fast niemand hielt es länger als 8 Sekunden auf dem Bullen aus. Ein paar jedoch schafften es sich mit nur einer Hand auf dem Bullen zu halten, was nebenbei sehr spektakulär aussieht. Großen Respekt vor diesen Leuten. Bei dieser Disziplin ist übrigens Heimpflicht, weil es ansonsten zu sehr schwerwiegenden Verletzungen kommen kann, wenn das Stier auf dem Gefallenen herum trampelt. Eine Rodeo Show kann ich nur weiterempfehlen, wenn man eine echte, traditionell-amerikanische Veranstaltung sehen möchte.








Auf dem College werden jetzt sogenannte „Group Fitness Classes“ täglich angeboten, wie zum Beispiel Yoga, Pilates, Step Aerobics, Method Mat Pilates, Better Body, Strength Training, Thai Kickboxing usw.. Ich habe mich für die Klassen Pilates (ein systematisches

Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur) und Thai Kickboxing eingeschrieben, die wöchentlich an zwei Tagen stattfinden. Diese Klassen sind hintereinander und als Gesamtpaket ein super Workout. Ganz Begeistert bin ich vom Kickboxen und all den Bewegungsabläufen und verschiedenen Schlagarten, die man aus dem Fernsehen bei einem Boxkampf kennt.

Das RMC SKI RACING TEAM ist NATIONALER CHAMPION. Gemessen mit den besten College Ski Teams aus ganz USA hat sich unser Ski Team durchgesetzt und hat in Id

aho den Champion Titel geholt. Zuletzt wurde das Ski Team im Jahr 2007 Champion. Dieser Erfolg ist eine riesige Sache und wurde am Mittwoch im Fortrin Gym gebührend gefeiert.

Treffpunkt war um 11 Uhr vormittags. Jeder gekleidet mit seinem Jersey. Mit einem Van und einem Kombi ging es dann zur Polizeistation. Türen der Wagen wurden geöffnet, sowie der Kofferraum. Einige sprangen auf dem Dach des Vans, andere setzten sich im Kofferraum mit den Füßen baumelnd. Dann wurden wir mit zwei Polizeiwagen ein pa

ar Runden um den Campus eskortiert. Wir jubelten und winkten Passanten zu. Die beiden Polizeiwagen, eines führte den Konvoi an, das andere fuhr hinter uns her, schalteten die Sirenen ein. Unser Coach hupte. Was für eine glorreiche Parade. Nach ein paar Runden eskortierten uns die Polizeiwagen zum Eingang des Fortrin Zentrums (Sportgebäude

). Dort stiegen wir aus uns versammelten uns im Umkleideraum. Dann war es soweit. Die Menge in der großen Halle jubelten und das Mikrophon ging an. Eine tiefe Stimme gratulierte uns zum Erfolg und jeder einzelne von uns wurde per Namen aufgerufen. Beim Aufruf ging jeder einzelne zur Mitte des Feldes, wo ein Podium aufgebaut wurde. Auf dem Weg dorthin winkte man zur Menge. Alle am Podium angekommen und versammelt, wurde wir geehrt und unser Coach sprach ein paar Worte. Was für ein historischer Moment. Und ich dachte mir. Wow. Ich bin ein Champion nun und werde auf einem Bild in der „Hall of Fame“ für immer v

erewigt sein. Das hätte ich mir niemals erträumt. :) Was für eine Ehre. Nach der Zeremonie setzten wir uns alle an aneinander gereihten Tischen und gaben Autogramme. Ja, Autogramme. Am einen Ende konnten sich die Fans ein Poster des Ski Team holen und damit durch die Reihe g

ehen, um sich von jedem Ski Team Mitglied ein Autogramm darauf geben zu lassen. Ich fühlte mich ein Champion. Was für ein Wochenende.































































Schöne Grüße aus den USA,

euer Champ Peter

Donnerstag, 10. März 2011

Spring Break

3.500 Meilen (5.630 km), 7 Tage des Sonnenscheins, 7 Staaten, ein paar tausend gewaltige Felsen, Hügel und Berge und um die 900 auf Bildern festgehaltene Momente des Südwestens der USA. Nun bin ich wieder zurück im verschneiten Billings.


Spring Break, letzte Woche waren Frühlingsferien, obwohl wir noch mitten im Winter sind. Die Teilnahme an diesen 3.500 Meilen in südwestlicher Richtung der USA war ziemlich spontan entschieden. Der Grand Canyon Trip wurde vom Outdoor Recreation Team (Freizeitbeschäftigung im Freien) des Colleges organisiert. Die Anmeldepflicht endete bereits 2 Wochen vorher. Der Anmeldezettel lag schon seit Monaten dort, dennoch hatte ich es nie im Stande gebracht meinen Namen darauf zu setzen. Zu viele andere Pläne schwirrten im Kopf herum, die sich 2 Tage vor dem eigentlichen beginn der Frühlingsferien in Luft auflösten. Zwei Tage vor dem Trip tanzte ich in Tim's Büro an und fragte, ob es denn noch möglich wäre mich anzumelden. Er wolle es sich überlegen, sagte er. Die Treffen zur Vorbereitung für diesen Trip fanden bereits letzter Woche schon statt. Nach einer Weile Zittern und Bangen und Starren auf mein Telefon bekam ich endlich spät am Abend einen Tag vor der Abreise die Zusage und in der selben Nacht eine Check Liste. Diese Liste beinhaltete synthetische Kleidung für arktische bis hin zu wüstenartige Wetterbedingungen, was auf einen sehr abenteuerlichen Trip hinweisen lies.



25. Februar 2011: Freitag


Das letzte Examen des Tages hinter sich gebracht, ging es zu Mittag schnell zurück in mein Apartment, um meine Sachen zu packen. Die Abfahrt war um 2 Uhr Nachmittags geplant gewesen. Meine Sachen gepackt und ab zu Tim's Büro. Dort wurden meine Sachen auf die Vollständigkeit bezüglich der Check Liste geprüft. Danach hopste ich zurück zum Apartment, da mich noch von meinen Mitbewohnern verabschieden wollte …. und weil ich meine Sonnenbrille vergessen hatte. Als Transportmittel hatten wir einen Kombi und einen Van zur Verfügung. In den nächsten Tagen wird sich herausstellen, dass der Kombi mit seinen Ledersitzen, angenehmen Fußraum und der DVD Anlage als absolute First Class fungieren wird. Der Van auf der anderen Seite als Economy Class. Die Fahrt nahm in der ersten Phase etwas 8 Stunden in Anspruch und führte uns über Idaho nach Wyoming, wo wir auf Grund sehr schlechter Wetterbedingungen einen ungeplanten Aufenthalt im Hotel Nobel in einem kleinen Dorf hatten. Auf einem großen Teil der Strecke war Schneekettenpflicht, am Abend jedoch herrschte ein Schneesturm, was eine unmögliche Sicht verursachte und uns zwang die Nacht in diesem Hotel zu verbringen. Das Hotel Noble bot Internet, einen Gemeinschaftsraum mit Billard- und Tischtennistischen, einen Fernseher und Kaminfeuer. Einige spielten Brettspiele. Allem in Allen lag eine gemütliche Atmosphäre in der Luft und die Dusche, nach einer langen Fahrt wie dieser in der Economy Class, die absolute Krönung des Tages.



26. Februar 2011: Samstag


Heute standen weiter 8 Stunden im Straßenverkehr auf dem Plan. Früh aufgestanden verluden wir unsere Sachen in den Van und nahmen die Fahrt in Richtung Utah zum Arches National Park auf. Als Herberge waren für heute Nacht Zelte geplant, aufgestellt im Campingplatz des „Devil's Garden“. Der Weg dorthin führte uns über dicke und eisige Winterlandschaften in Wyoming. Bei einem Zwischenstopp kompensierten wir unseren Bewegungsmangel (während der Autofahrt) mit einer spontanen Schneeballschlacht. Die Nacht war bereits eingetroffen als wir im National Park ankamen und uns auf die Suche nach dem Campingplatz machten. In der Finsternis stellten wir unsere Zelte auf. Was für ein schöner Sternenhimmel zu sehen war. Tausende glitzernde Sterne waren zu sehen und begleiteten uns bei der Nachtwanderung, die wir rund um unserem Campingplatz machten.




27. Februar 2011: Sonntag


Erst heute konnten wir die Wüstenlandschaft und die roten Gesteinsfelsen rund herum in all seiner Pracht wahrnehmen. Der wunderschöne Sonnenaufgang, die vanille-gelb gefärbten Wolken und die einseitig besonnten Felsen versprachen ein schönes Wetter für den Rest des Tages. Nachdem wir die Zelte zusammengebaut hatten, wurde der Campingtisch mit Frühstück gedeckt. Ich unternahm mit Justin einen kleinen Lauf zum Gipfel eines naheliegenden Gebiergsfelsens, um die Gegend aus der Höhe zu erkunden. Die Landschaft und die gerade aufgehende Sonne waren einfach atemberaubend anzusehen. Nach dem Frühstück teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wanderten durch die Gegend nicht weit vom Campingplatz entfernt. Dieses Mal nicht über Stock und Stein, sondern über Sand, trockene Wüstenvegetation, Kakteen und große Felsen. Zu sehen waren in Felsen geformte Brücken (Arches), die über Millionen von Jahren durch Erosion entstanden sind, und unglaubliche Felsformationen in verschiedenen Rottönen. Was ich an dieser Wanderung besonders mochte, war das Rock Climbing (Felsklettern), das noch ohne Sicherung möglich war. Ich fühlte mich wie in jungen Jahren beim Baumkraxln. Danach ging es zum eigentlichen Wanderweg des „Devil's Garden“, so der Name der Umgebung. Im Garten des Teufels gibt es unzählige, riesige, spitze Felsgesteine, die sich aus dem Erdboden empor heben. Viele orientierungslose Wanderer sind in den letzten Jahrzehnten in diesem natürlich-entstanden Labyrinth verloren gegangen und tot aufgefunden worden. Wieder in zwei Gruppen aufgeteilt, ging es entlang des Wanderweges durch den des Teufel's Garten. Da meine Gruppe des Wanderns auf dem Weg müde war, verließen wir ihn und kletterten abseits des Weges auf die Felsen herum, bis hinauf zum höchsten Punkt der vielen Felsen. Das herumkraxln ist viel spannender und bringt mehr Nervenkitzel ins Spiel. Am höchsten Punkt angekommen, genoss ich nicht nur die herrliche Aussicht, sondern auch gleich meine zwei eingepackten Sandwichs. Am Ende der Wanderung, die übrigens um die 6 Stunden dauerte, haben wir einen weiteren Zwischenstopp bei einer Ansammlung von Felsen gemacht, was eine Art Monument war. Das viele Herum-klettern erinnerte mich an einem Riesenspielplatz für Große. Herrlich, ich fühlte mich wieder wie 15. Nach diesem Spot und auf dem Weg in Richtung St. George, wo wir unsere Wohnung gebucht hatten, besuchten wir einen anderen Park, genannt „Windows Park“. Denn hier waren Felswände mit riesigen Löchern zu sehen, die mit etwas Fantasie an Fenster erinnerten. Zu diesem Zeitpunkt waren wir des Wanderns und Besichtigens wirklich müde und freuten uns schon auf die Fahrt nach St. George. Die Fahrt dauerte 5 Stunden, die wir mit Rap Musik untermalten und kräftigem Mitsingen. St. George ist eine kleine Stadt am südlichen Rand von Utah. Dort hatten wir drei Wohnung für einige Tage. Die weiteren geplanten Sehenswürdigkeiten waren von dieser Stadt aus nicht weit entfernt. Las Vegas , Nevada beispielsweise war nur 2 Stunden entfernt. Die Wohnungen waren sehr schön eingerichtet, 2 Fernseher, zwei Doppelbetten, zwei Einzelbetten, Balkon, Kaminfeuer, Küche, 2 Badezimmer. Alles was man brauchte. Des Weiteren hatte die Anlage einen riesigen Swimming Pool und Whirlpool im Freien zu bieten, was wir auch benutzten. Auf Grund der langen Fahrt kamen wir sehr spät am Abend in St. George an, weshalb wir auch sogleich übermüdet ins Bett fielen.

Auf diesem Trip habe ich soweit viele neue Leute kennen lernen dürfen. Einer davon ist Tyler, den ich bisher nur ein wenig kannte. Er gab im letzten Semester gemeinsam mit Heather die Swing Dance Tanzstunden. Auf jeden Fall hat Tyler bayrische Wurzeln, weshalb sein Name auch „Kaufmann“ ist. Auf seinem Wunsch habe ich während den langen Fahrten versucht ihm die wichtigsten österreichischen Phrasen beizubringen. Z.B.: „Jo“, „Na“, Moch di nokat“, „I wü des net!“, „Wie geht’s dia?“, „Mir geht’s guat.“, „Sehr guat“, Daunk schen“, „Bitt schen“, usw. Obwohl wir uns hier in einer Wüstengegend befanden, war das Wetter angenehm warm, nicht zu heiß und nicht zu kalt.




28. Februar 2011: Montag

Heute fuhren wir zum Red Rock Canyon Park in Nevada, von der die Stadt Las Vegas nicht weit entfernt war. Auf dem Programm stand Rock Climbing (Felsenklettern) an den massiven Felsen und enormen Bergzeilen im Red Rock Canyon Park. Wiedereinmal hatten wir Sonnenschein. Im Park selbst suchen wir uns einen von den unzähligen Felsbrocken aus, welcher eine schöne Kletterwand bot. Tyler machten den Vorsteig und legte zwei Routen, die wir dann klettern konnten. Nach einer Weile bemerkte ich zufällig, dass sich ein Deutscher auf der selben Kletterwand versuchte. Ich konnte seinen Akzent im Englischen erkennen als Begriffe wie „absolutely“ und „defenitly“ fielen. Ich sprach ihn gleich an, ob er denn von Deutschland sei. Ja. Wir hatten ein nettes Plauscherl und es stellte sich heraus, dass David, so sein Name, ebenfalls ein Austauschstudent war. Seine Fachrichtung ist „Erneuerbare Energie“ und er studiert in Nord Kalifornien. Gemeinsam mit seiner Studienkollegin Kim verbrachte er die Frühlingsferien in Las Vegas. Als ich mit dem Klettern fertig war und auch einige der Anderen, lud ich David und Kim ein mit uns die Gegend zu erforschen. Am höchsten Punkt angekommen, genossen wir eine super Aussicht. Da war eine riesige Felsspalte, worin wir etwas kletterten und ein super Fotoshooting hingelegt hatten. Etwas enttäuschend war der ach so berühmte Las Vegas Strip, den wir Abends besuchten. Aus Filmen und Bildern hatte ich Las Vegas als eine riesige Stadt mit riesigen typisch-markanten Casinos im Kopf.

Dem war nicht so, denn die Gebäude erschienen mir ziemlich klein. Die Pyramide hat vielleicht die Größe von einem dreistöckigem Haus. Sehr enttäuschend war das Hard Rock Cafe. Ich erwartete eine riesengroße, eventuell 20 Meter hohe Gitarre. Jedoch handelte es sich um ein lahmes dreistöckiges Gebäude mit einer gleichgroßen Gitarre. Wir parkten die Autos am Stadtrand und konnten den Strip in Kleingruppen selbst erkunden. Die Stadt schien mir ebenfalls sehr klein, da man alles mit einem kurzen Fußmarsch leicht erreichen konnten. Nichtsdestotrotz hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang in der Stadt bewundern können, mit Vanillewolken und unglaublich schönen Färbungen am Himmel, die sich auch an einigen Wolkenkratzern reflektierten. Nach dem Sonnenuntergang war das enorme Lichtermeer entlang des Las Vegas Strips ein absoluter Hingucker und sehr beeindruckend, was doch noch einen gewissen Flair vermitteln konnte. Während wir in der Stadt unterwegs waren, holte Tim, der Organisator des Trips, seine Frau Kara vom Flughafen ab. Als Dinner für diesen Tag war geplant gewesen ein Äthiopisches Restaurant aufzusuchen. Jedoch konnten wir es nicht finden und fuhren einige Male kreuz und quer über den Strip. Nach einer Weile des erfolglosen Suchens, fuhren wir zurück nach St. George und bereiteten uns selbst ein Dinner zu. Wir kamen ziemlich spät an und fielen nach 2 langen Nächten hintereinander wieder erledigt ins Bett.





01. März 2011: Dienstag

Für diesen Tag gönnte uns Tim etwas mehr Schlaf, worauf wir St. George erst um 8.30 verließen. Das Tagesziel war der Zion National Park in Utah. Ein schöner Tag versüßte uns den Anblick der unglaublich großen Bergzeilen, jedoch versalzte uns das kalte Wetter und der Schnee das Canyoning, denn die Flüsse waren zu kalt und teilweise zu gefroren. Also machten wir eine Wanderung auf den Gipfel des 6.507 Fuß (= 1.983 Meter) hohen Berges im Zion National Park. Am Gipfel befand sich eine Art Aussichtspunkt von wo aus man einen tollen Ausblick über die endlose Straße hatte, die sich durch die Bergzeilen im Tal zog. Der Marsch dauerte den ganzen Tag und führte uns über Stock, Stein, Schnee, Eis, Matsch, Schotter, Wiesen. Obwohl wir mit Schnee und Eiseskälte zu kämpfen hatten, lachte die Sonne den ganzen Tag. Was für ein unglaublicher Zufall! Auf dem Weg nach oben begegneten wir zwei Österreicher, die gerade auf dem Weg zurück zum Tal waren. Wieder konnte ich ihren Akzent erkennen. Dieses Mal waren es zwei junge Erwachsene, die hier einfach Urlaub machten. Der Weg nach oben war sehr lange und Kräfte zerrend. Meine Wanderschuhe kamen an ihr Lebensende an, denn über die Zeit löste sich die Sohle fast ganz ab. Am Gipfel angekommen schossen wir noch schnell ein kleines Gruppenfoto von uns, die zu Erst ankamen. Ein Siegesfoto sozusagen. Dann packten wir unsere Jause aus und genossen in schwindelnder Höhe die Aussicht. Bei der Heimfahrt wurden wir wieder mit einem wunderschönen Sonnenuntergang am Horizont hinter den Bergen beschenkt.









02. März 2011: Mittwoch

Heute besuchten wir das Grand Staircase Escalante-National Monument in Kanab, im südlichen Teil Utah's. Dieses Monument beinhaltet eine beeindruckende Vielfalt an spektakulären Naturwundern zwischen Wüste und Hochgebirge. Wir wanderten durch eine felsige Wüstenlandschaft, die aus vielfarbigen Bergen, Abhängen, Ebenen und Tälern bestand. Dürre Vegetation, Kakteen und ausgetrocknete Restbestände von Bäumen. Was im Sommer unglaublich heiß sein kann und daher tödlich, ist im Winterzeit von der Temperatur eher schön mild und angenehm. Ich spreche hier vom Wetter. Die Sonne schien. Der Name „Staircase“ bedeutet übersetzt „Stufen“, was eine Andeutung auf die Schichtstufenlandschaft ist. Viele nach Norden ziehende aufsteigende „große Treppen“ waren in dieser Gegend zu sehen. Nach einigen Stunden Treppensteigen, zog es uns weiter in eine Geisterstadt.

Paria oder Pahreah ist eine Geisterstadt am Paria Fluß im Staircase-Escalante National Monument in Utah. Diese Stadt war bewohnt von 1870 bis 1929 und wird jetzt als Filmdrehset verwendet. Viele Western wurdenhier gedreht wie beispielsweise Szene aus Buffalo Bill Filmen, Sergeants 3 („Die siegreichen Drei“ mit Frank Sinatra), The Outlaw Josey Wales („Der Texaner“ mit Clint Eastwood). Heute fuhr ich im Kombi, 1st class, mit iPod Anschluss und Ledersitzen. Während wir durch die Gegend in Richtung der Filmdrehsets gefahren waren, also mit Sonnenschein, Wüstenlandschaft mit kleinem Büschen besprinkelt, Gesteine, die Straße auf und ab durch die Prärie führend, spielten wir Musik von Ennio Morricone während wir langsam durch diese soeben beschriebene Landschaft fuhren. Ennio Morricone komponierte den Soundtrack von einigen Terence Hill und Bud Spencer Filmen. Ihr könnt euch also vorstellen, wie lässig die Stimmung im Auto war, nämlich wie im Wilden Spaghetti Western. Großartig.

Danach fuhren wir zurück nach St. George, wo wir auf halber Strecke noch schnell einen Zwischenstopp bei versteinerten Sanddünen machten. Diese waren jedoch mit Schnee bedeckt und einige Anrainer fuhren mit ihren Kindern mit einem Schlitten diese Hänge hinunter. Seth, Luke, AJ und Sebastian machten einen auf Baywatch und liefen oben ohne in Slow Motion den berühmten Rettungsschwimmer Lauf. Abends in der Wohnung in St. George wieder angekommen, hat mir Luke zwei Sprachnachrichten vorgespielt, die er auf seinem Handy bekommen hat. Die eine Nachricht war von einer Frau, die mein Handy auf dem Boden des Visitors Centers in Kanab gefunden hatte, und Luke's Nummer als letzte angerufener Kontakt auf meinem Handy angezeigt war. Wir hielten kurz bei diesem Besucherzentrum für eine Pinkelpause. Die zweite Nachricht war von dem Police Department von Kanab, die mich aufforderten zurück zu rufen bezüglich meines Handys und dass es dort zur Abholung bereit liegt.




03. März 2011: Donnerstag

Heute fuhren wir zum Snow Canyon State Park in Utah, nicht weit von St. George entfernt. Während der Fahrt fuhren wir durch eine Dorfgemeinschaft mitten in der Wüstenlandschaft liegend. Das Besondere daran war, dass all die Häuser in dieser Gemeinde gleich aussahen, mit kleinen braunen Fassaden und mit flachen Dächern, zwischen Sträuchern und Kakteen liegend. Das schöne daran war, dass diese Häuser die Landschaft nicht zerstörten, sondern, ganz im Gegenteil, sich im Einklang mit der Landschaft gut integrierten. Von der Luft aus wären diese Häuser wohl schwer zu erkennen, da sie auf Grund der ähnlichen Farbe des Sandes gut getarnt waren.

Eine Kommunität nicht nur umgeben von der Wüste, sondern auch von großen roten Gebirgszügen. Das Wetter an diesem Tag war wieder ausgezeichnet und versprach mit nur kleinen Wölkchen schön zu bleiben. Nach einer Weile kamen wir zum Jenny's Canyon an, der sich im Park befand. Dort ausgestiegen, legten Tim und Tyler wieder zwei Kletterrouten im Felsen vor. Die eine Route war dermaßen lang, dass wir sogar zwei Kletterseile miteinander verbinden mussten, um den Kletter sichern zu können. Wir wechselten uns ab, die Einen lagen faul in der Sonne, die Anderen kletterten oder sicherten den Kletterer. Ich machte ein kleines Workout auf einem Felsen, um etwas in Bewegung zu bleiben. Das Klettern hatte wirklich viel Spaß gemacht und wir blieben dort noch bis zum Abend. Danach ging es wieder zurück nach St. George.





04. März 2011: Freitag

Heute packten wir unsere Sachen und verließen St. George, um langsam die Heimreise nach Billings anzutreten. Doch ein Punkt stand noch auf dem Programm, nämlich jener, weshalb dieser Ausflug am College auch als Grand Canyon Trip beworben worden war. Der Grand Canyon Nationalpark. Der Canyon zählt zu dengroßen Naturwundern auf der Erde, da es sich hierbei um eine steile, etwa 450 Kilometer lange Schlucht handelt. Der größte Teil des Grand Canyon liegt im Norden des Bundesstaats Arizona. Die Schlucht selbst wurde über Millionen von Jahren vom Colorado River (Colorado Fluß) ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben. Die Fahrt dorthin nahm etwa 6 Stunden in Anspruch. Auf dem Weg dorthin haben wir noch schnell einen kleinen Zwischenstopp in Kanab, Utah, gemacht, um dort mein Handy vom Police Department abzuholen. Das witzigste Utensil der Polizei gegen Schnellfahrer das ich je gesehen hatte. Ein echtes Polizeiauto, das am Rand der Hauptstraße geparkt war, und worin eine Polizeipuppe vors Lenkrad gesetzt wurde. Die Betonung hier liegt auf „Puppe“. Wenn schon, denn schon, werden sich die Cops hier gedacht haben. Die Puppe im Polizeioutfit benötigt keine Lebensmittel, keine Pause und kein Einkommen. Warum einen Papppolizisten aufstellen, wenn wir ein Polizeiauto zu viel haben. Hahaha. Endlich angekommen, genossen wir die unglaublich, tief einwirkende Aussicht in die gigantische Schlucht vom Aussichtsplateau aus. Viele Touristen waren vor Ort. Zum Abendessen gingen wir in ein Restaurant nahe vom Grand Canyon und bestellten Pizzen. Ein sehr gemütliches Beisammensitzen mit leckeren Pizzen. Abends ging es dann in Richtung eines Campingplatzes. Wir stellten die Zelte auf. Das Wetter war eiskalt, weshalb wir uns auch in den Zelten zusammen kuschelten und ich all meine Kleidung trug. Der Sternenhimmel war wieder atemberaubend. Meagan, eine Kollegin hier auf dem College, ist eine sehr professionelle Photographin. Zumindest ist sie sehr gut darin und hat eine gewaltige Spiegelreflexkamera. Auf jeden Fall hatten wir in dieser Nacht unzählige Taschenlampenaufnahmen gemacht. Das heißt, die Belichtungszeit auf 30 Sekunden gestellt und mit der Taschenlampe irgendwelche Dinge in die Luft geschrieben.


05. März 2011: Samstag

Ein schöner Tag begrüßte uns. Heute traten wir unsere Heimreise nach Billings an. Jedoch hielten wir auf dem Weg noch bei einigen Sehenswürdigkeiten in Arizona. Einer dieser Sehenswürdigkeiten war die Navajo National Station. Von dieser Station aus konnte man die Häuser sehen, die vom Indianerstamm der Navajo in das Gebirge quasi gemeißelt wurden, im Jahr 1250 herum. Darin lebte der Stamm nur für ein paar Jahre, dann zogen sie weiter auf Grund von Lebensmittelmangel. Der nächste Stopp wäre das Monument Valley in Utah gewesen. In diesem Gebiet erstrecken sich einzigartige Sandsteinformationen, die wie aus der Erde gerammt aussahen. Viele Western wurden dort gedreht, unter anderem „Wild Wild West“. Vor dem Eingang erfuhren wir, dass wir Eintritt hätten zahlen müssen. Also fuhren wir wieder hinaus und parkten vor dem Kassahütterl und machten Bilder aus der Ferne. Nachdem die Erinnerungsbilder geschossen wurden, fuhren wir weiter in Richtung Kayenta. Dort statteten wir Jerusha's Mutter, die in diesem Kleindorf wohnte, einen Besuch ab. Jerusha ist ebenfalls eine College Studentin hier und hat Wurzeln, die zum Indianerstamm der Navi zurück gehen. Dort eingeladen bekamen wir traditionelles Essen, wie es im Indianerstamm üblich war. Wir bekamen Navajo Taco's, Blue Vornmenal und Navajo Tee, was alles ausgezeichnet und interessant geschmeckt hatte. Der nächste Halt war das Four-Courners-National Monument. In diesem prestiget rächtigen Platz befindet sich der einzige Punkt in den USA, wo man in 4 Bundesstaaten, nämlich Utah, Arizona, New Mexico und Colorado, gleichzeitig sein kann. Die Grenzen dieser 4 Staaten führen in einem Punkt zusammen. Natürlich verlangen die Amis auch für diesen Platz Eintritt. Wir drehten also wieder um, und parkten wieder vor dem Kassahütterl. Mir wäre es auch nicht Wert gewesen, einen Eintritt zu zahlen, nur um diesen Punkt, den man wahrscheinlich gar nicht sehen konnte, zu fotografieren. Also nahmen wir Bilder vom Four-Courner-National-Monument Schild. Als nächsten Punkt auf dem Programm wären die Hot Springs in Colorado gestanden. Jedoch war es bereits zu spät, um diese noch Besuchen zu können. Kurz vor Mitternacht suchten wir in einer Kleinstadt nach einer Unterkunft und fanden ein Motel für die Nächtigung. Endlich wieder Duschen. Wir waren allesamt ziemlich müde, denn wir waren die meiste Zeit des Tages mit dem Kombi/Van unterwegs gewesen.


06. März 2011: Sonntag

Endlich war es soweit. Die zweite Hälfte der Heimfahrt stand auf dem Programm. Von Colorado aus über Wyoming heim in Richtung Montana. Eine 14 Stunden Fahrt.




Schöne Grüße aus den USA,

Peter